Teachers, Inequality and Collective Action

Forschungsgruppenleiterin: Hania Sobhy
 

Wir stellen ein

 
  • Wissenschaftler:in (Bewerbungsschluss: 06.06.2026, voraussichtlicher Beginn: Herbst 2026)

  • Postdoc-Stelle (Bewerbungsschluss: 31.05.2026, voraussichtlicher Beginn: Herbst 2026)

  • Promotionsstelle (Bewerbungsschluss: 31.05.2026, voraussichtlicher Beginn: Herbst 2026)

Portraitfoto von Hania Sobhy
 +49 551 4956-137
hania.sobhy@...

Sekretariat: Julia Mueller-Nathues
+49 (551) 4956 - 229
julia.mueller@...

Die Forschungsgruppe „Teachers, Inequality, and Collective Action“ (TICA) untersucht Lehrkräfte als zentrale Akteure in der gegenwärtigen Umstrukturierung von  staatlicher Schulbildung. Die Einstellung von Lehrkräften gegenüber bestimmten Werten und wie sie diese im Unterricht vermitteln  ist angesichts intensiver globaler Transformationen zunehmend dringlich geworden. Während die Bildungskrise in Ländern des sogenannten „Globalen Südens“ weithin anerkannt ist, sind Sorgen über Stagnation und Rückgang des Bildungserfolgs  auch in Teilen des Globalen Nordens weit verbreitet. Aufgrund von Unterfinanzierung, Privatisierung, Digitalisierung und der Anfechtung liberal-demokratischer Werte stehen öffentliche Bildungssysteme weltweit unter zunehmendem Druck. Lehrkräfte bewältigen diese Transformationen vor dem Hintergrund veränderter professioneller Anforderungen sowie sich wandelnder Dynamiken kollektiver Interessenvertretung und kollektiven Handelns. Dennoch bleiben die Werte, Merkmale und Orientierungen von Lehrkräften gegenüber diesen Transformationen uneinheitlich und unzureichend erforscht.

TICA untersucht, wie die soziale Situation, politische Einstellungen und der beruflicher Werdegang von Lehrkräften ihre Einstellung gegenüber Ungleichheit prägt und ihr Handeln beeinflusst. Das Projekt untersucht die Orientierungen von Lehrkräften als durch materielle, institutionelle, relationale und affektive Dynamiken geprägt. Der erste Untersuchungsstrang erforscht, wie Lehrkräfte Ungleichheiten wahrnehmen, die entlang von Klasse, Geschlecht, Migrationshintergrund, Sprache und deren Intersektionalitäten strukturiert sind; wie sie deren Ursachen erklären und welche politischen sowie von Lehrkräften getragenen Interventionen sie für geeignet halten, diesen Ungleichheiten zu begegnen. Der zweite Untersuchungsstrang verknüpft die Profile von Lehrkräften mit ihren Orientierungen gegenüber kollektiver Interessenvertretung sowie ihrer Beteiligung an etablierten und alternativen Organisationsformen.  Die Forschung leistet außerdem einen deskriptiven Beitrag    wir Lehrkräfte aktuelle Veränderungen im Bildungssystem wahrnehmen und wie diese Perzeptionen über Kohorten sowie soziale und berufliche Profile hinweg variieren. Schließlich untersuchen wir diese unterschiedlichen Perzeptionen mit ihren Wertvorstellungen und ihrer politischen Ideologie zusammenhängen. Methodisch verbindet die Gruppe institutionelles Mapping, die Auswertung von Umfrageergebnissen und qualitative Analyse.

Die empirische Arbeit von TICA ist im Nahen Osten und Nordafrika verankert — einer Region, die unterschiedliche und vielfältige Ausprägungen der Kräfte bietet, die staatliche Schulbildung weltweit umgestalten. Unsere Workshops und Forschungsaustausche zielen darauf ab, einen produktiven Dialog mit Wissenschaftlern zu fördern, die sich über die Region hinaus mit Lehrerpolitik, Ungleichheit und kollektivem Handeln befassen.

TICA ist Teil des Max-Planck-Netzwerks EduTrack, einer über sechs Jahre geförderten interdisziplinären Forschungszusammenarbeit mehrerer Institute zur Zukunft von Bildung. Das Projekt wird von Population Europe geleitet, und die Forschung wird am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaften durchgeführt.

 

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