Ungleichheit, Transformation und Konflikt

Direktor: Prof. Dr. Steffen Mau
 

Portraitfoto von Steffen Mau


Sekretariat Prof. Mau
Dagmar Recke
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Forschungsprogramm: Ungleichheit, Transformation und Konflikt

Die Forschung in der Abteilung befasst sich mit grundlegenden Prozessen sozialen Wandels und deren Folgen für Ungleichheit und Konflikt in gegenwärtigen Gesellschaften. Sie folgt der Prämisse, dass großflächige Transformationen – wirtschaftliche Umstrukturierungen, kultureller Wandel, politische Neuorientierungen und technologische Innovationen – etablierte soziale Positionsgefüge und institutionelle Arrangements verändern. Diese Verschiebungen erzeugen neue Konstellationen von Vor- und Nachteilen und schaffen Bedingungen, unter denen soziale Spannungen mobilisiert, neu gerahmt oder auch unterdrückt werden.

Zentrales Ziel des Forschungsprogramms ist die Analyse der Verschränkung struktureller Ungleichheiten mit kollektiven Identitäten und politischen Konflikten. Untersucht wird, wie Veränderungen in Arbeitsmärkten, Wohlfahrtsstaaten, Demografie, Migrationsmustern und der moralischen Ordnung der Gesellschaft soziale Strukturen prägen und politische Orientierungen sowie Formen der Teilhabe beeinflussen. Besondere Aufmerksamkeit gilt Gesellschaften, die tiefgreifende systemische Brüche erlebt haben, darunter postsozialistische Kontexte wie Ostdeutschland, in denen langfristige Transformationseffekte weiterhin das soziale Leben und politische Konflikte strukturieren. Die Forschung am Department folgt einem strukturellen Verständnis politischer Konflikte und betont, dass zeitgenössische Fragmentierungen häufig in sozialer Ungleichheit, veränderten kulturellen Identitäten und sich wandelnden politischen Sortierungen wurzeln.

Das Forschungsprogramm ist theoriegeleitet: Es greift klassische Fragestellungen der sozialen Ungleichheitsforschung auf und verbindet sie mit zeitgenössischen Ansätzen der politischen Soziologie. Dabei werden strukturelle, handlungsbezogene, institutionelle sowie politisch-psychologische Perspektiven integriert, mit dem Ziel, eine dynamische und umfassende Theorie von sozialem Konflikt, Transformation und Wandel zu entwickeln. Das Programm stützt sich auf eine breite und integrative Datenstrategie, die groß angelegte Umfrageforschung, qualitative und ethnografische Ansätze, vergleichende und Mixed-Methods-Designs sowie innovative Methoden der computational social science kombiniert.

Forschungsbereiche:

  • Sozialer Wandel und Transformation
  • Ungleichheit und Sozialstruktur
  • Soziale und politische Konflikte
  • Migration und Grenzen

 

Die Max-Planck-Gesellschaft hat den Soziologen Prof. Dr. Steffen Mau (Humboldt-Universität zu Berlin) zum neuen Direktor ernannt. Diese Ernennung ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der sozialwissenschaftlichen Forschung zu zentralen globalen Herausforderungen.

Foto von Steffen Mau

Reaktion auf den Ruf ans MPIPS

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe am MPI in Göttingen, die mir die Möglichkeit bieten wird, Forschung auf höchstem Niveau zu initiieren und zu betreiben. Gemeinsam mit meinen Co-Direktoren möchte ich die sozialen und politischen Herausforderungen erforschen, die sich aus den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen ergeben.“
Steffen Mau

Gruppenbild aus acht Einzelportraits, Personen in formeller und legerer Kleidung, unterschiedliche Innen- und Außenhintergründe, oben rechts das rot-weiße Logo mit Palmenmotiv und der Schriftzug „Blätter für deutsche und internationale Politik“.

Neue Köpfe für die »Blätter«

Steffen Mau ist dem Redaktionsbeirat der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ beigetreten – einer der renommiertesten deutschen Fachzeitschriften für deutsche und internationale Politik. Nach dem Tod von Jürgen Habermas, der fast drei Jahrzehnte lang Mitherausgeber war, begrüßt die Zeitschrift anlässlich ihres 70-jährigen Jubiläums acht neue Mitglieder im Redaktionsbeirat.

Mann in dunklem Anzug sitzt mit verschränkten Beinen auf einem Sessel, flankiert von zwei leeren Sesseln, vor schwarzem Hintergrund mit dem Text „Friedman im Gespräch – Gleichgültigkeit mit Steffen Mau und Karin Prien“.

Friedman im Gespräch: Gleichgültigkeit

Was passiert mit einer Demokratie, wenn die Menschen das Interesse verlieren? Michel Friedman spricht mit Steffen Mau und Karin Prien über Gleichgültigkeit, Ungleichheit und darüber, warum Krisen oft weit weg erscheinen – bis sie es plötzlich nicht mehr sind. Ein Gespräch über die drängendsten politischen Fragen unserer Zeit. 18. Mai 2026

Abgebildet ist ein Mann in einem dunklen Mantel vor einem unscharfen städtischen Hintergrund, ergänzt um Logos des Deutschen Schauspielhauses Hamburg und Informationen zur Veranstaltungsreihe „Zukunft der Demokratie #11“.

Steffen Mau / Demokratie und Grenzen

Bei "Zukunft der Demokratie #11 – Demokratie und Grenzen" diskutierte Steffen Mau gemeinsam mit dem Autor Lukas Bärfuss, wie Grenzen – zwischen Staaten, Geschlechtern und Einkommensklassen – Chancen und Identitäten prägen und warum der Kampf für eine freie und gerechte Gesellschaft zentral für die Demokratie bleibt.

Moderation: Lukas Bärfuss | Kuratiert von: Lukas Bärfuss und Judith Gerstenberg

Porträt eines Mannes in Anzug mit der Auszeichnung In_equality Research Award 2026 für Steffen Mau.

In_equality Research Award 2026

Der Exzellenzcluster „The Politics of Inequality“ an der Universität Konstanz verleiht den In_equality Research Award 2026 an den Soziologen Steffen Mau. Der Preis würdigt seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und deren gesellschaftliche Relevanz. 

Einladung zur Eröffnung von Literaturm 2026

Eröffnung von literaTurm 2026

Moderation: Andreas Platthaus (F.A.Z.)

Unser Direktor Steffen Mau trifft zwei der profiliertesten literarischen Stimmen Deutschlands: Autorin und Journalistin Jana Hensel sowie Schriftstellerin und Lyrikerin Ursula Krechel – zur Eröffnung von literaTurm 2026 in Frankfurt. Das Podium widmet sich der anhaltenden Frage nach dem Verhältnis von Ost und West in Deutschland – als Frage nach Identität, Erinnerung und politischer Entfremdung. Ist der fortbestehende Unterschied ein Defizit, eine Eigenständigkeit oder eine ungelöste Spannung?

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